WandmalAG
27. Feb 2020

Einheit – Vielfalt – Zusammenhalt – Respekt

So lautet der Titel eines fächerübergreifenden Projekts, das die Wandmal-AG und die „Schule gegen Rassismus-AG“ derzeit unter der Leitung von Frau Eichelberg und Herr Steidle und unter Mitwirkung von Frau Jendrek und Herr Ackermann  an der August-Renner-Realschule durchführen.

An Nachmittagen, Wochenenden und sogar in den Ferien arbeiten die Schüler der beiden Arbeitsgemeinschaften eifrig an einer der größten Wände im Eingangsbereich des A-Baus an einem XXL-Wandbild, das zwei Arme zeigt, deren Hände ein großes Herz formen. Ganz bewusst wurden im Vorfeld die Arme und Hände von zwei Schülern abfotografiert, um der Zeichnung Authentizität und Strahlkraft zu verleihen. Besonderen Wert bei der Gestaltung des Wandbildes wird auch auf die Farbsymbolik gelegt. So findet man zentrale Farben, die sich im Schullogo niederschlagen, im Wandbild wieder. Sofort ins Auge fällt das Akronym „ARRS“. Die Worte „Achtung“, „Respekt“, „Regeln“ und „Schule“ leiten sich nicht nur aus den Anfangsbuchstaben der August-Renner-Realschule ab; sie weisen überdies auf zentrale Grundpfeiler der Schule hin, die sich auch in der neuen Schulordnung wiederfinden. Ganz besonders hervor treten neben dem großen, in der Signalfarbe rot gehaltenen Herz, zahlreiche Sprüche, Zitate, Botschaften und Wörter in den unterschiedlichsten Sprachen zu den Themen „Einheit“, „Vielfalt“, „Zusammenhalt“ und „Respekt“.

 

Einheit, Zusammenhalt

Sie bilden – gemeinsam mit dem Herz – quasi das Herzstück des Wandbildes. Auch hier wird darauf geachtet, dass Sprachen von Schülern der August-Renner-Realschule abgebildet werden. Exemplarische Erwähnung finden können hier die Sprachen „Griechisch“, „Italienisch“, „Polnisch, „Türkisch“, „Russisch“, „Französisch“, „Deutsch“ oder „Kroatisch“. In den Folgewochen werden sowohl die Schüler, als auch die Lehrer an einer eigens dafür frei gehaltenen Fläche mit ihrer Unterschrift zum Ausdruck bringen, dass die August-Renner-Realschule sich eben durch Einheit, Vielfalt und Respekt, aber auch durch Toleranz, Wertschätzung und Zusammenhalt auszeichnet.

 

Wandbild

In unmittelbarer Nähe zu den Unterschriften der Schüler und der Lehrkräfte werden nach Fertigstellung des Wandbildes und in den Folgejahren auch die Schulleitung, prominente Gäste, Politiker oder verdiente Persönlichkeiten ihre Unterschrift leisten können. Auch der jüdische Auschwitz-Überlebende Shlomo Graber, der seit Jahren unsere Schule für Zeitzeugengespräche besucht, wird dort unterschreiben, um zum Ausdruck zu bringen, dass sich das Gedenken und Erinnern an die Gräueltaten der Nationalsozialisten nicht im Pauschalen und Abstrakten verlieren darf und um zu unterstreichen, dass Hass, Extremismus, Fremdenfeindlichkeit oder Ausgrenzung nichts an unserer Schule zu suchen haben.


Text: Anja Eichelberg / Christian Steidle
Fotos: Eigener Fundus